Bečići und Sveti Stefan sind die meistfotografierten Strände der Budva-Riviera, ziehen jedoch unterschiedliche Besucher an und bieten sehr verschiedene Erlebnisse. Bečići ist lang, für alle zugänglich und vollständig als Resort erschlossen. Der Strand von Sveti Stefan ist kurz, außergewöhnlich malerisch und teilweise abgezäunt. Der Vergleich ist letztlich einer zwischen dem Komfort des Vertrauten – einem verlässlichen Strandklassiker – und dem Reiz eines einzigartigen, sagenumwobenen Ortes.
Die ikonische Kulisse
Sveti Stefan gewinnt diese Kategorie ohne Konkurrenz. Der Blick von der Wasserlinie – rosa und grauer Kies im Vordergrund, der Damm, die mit Terrakottadächern bedeckte Insel, die aus dem Meer aufragt – gehört zu den meistverbreiteten Bildern des montenegrinischen Tourismus. Es ist ein echter Anblick, und im Wasser zu schwimmen, zu Füßen dieser mittelalterlichen Mauern, mit der Insel direkt vor sich, ist ein unvergessliches Erlebnis.
Bečići ist auf eine weniger dramatische Weise schön: ein langer, heller Kiesbogen, klares Wasser, blauer Himmel. Es ist die Ästhetik eines klassischen Adriastrandes – nicht die eines einzigartigen. Hübsch, aber nicht unvergleichlich.
Zugang und Stranddynamik
Hier wird der Vergleich durch Sveti Stefan kompliziert. Der Strand ist geteilt. Der südliche Abschnitt – mit wohl dem besseren Kies – liegt innerhalb des Geländes des Aman-Resorts und ist für Nicht-Gäste vollständig gesperrt (Tagespässe sind erhältlich, aber teuer). Der öffentlich zugängliche nördliche Abschnitt ist rund 500 Meter lang, die Zahl der Liegestühle ist begrenzt, und zwischen 10 und 17 Uhr in Juli und August füllt er sich schnell. Das Parken ist ein echtes Problem: Die Straße ist eng, und der kleine Parkplatz ist bald voll. Am besten reist man mit einem Taxi aus Budva an.
Bečići ist dagegen hervorragend erreichbar – Hotels direkt am Strand, großer Parkplatz, bequeme Busverbindungen aus Budva und 2,2 km Platz, um die Massen aufzunehmen. Kein Abschnitt ist gesperrt. Man kann den Strand in beide Richtungen entlanggehen und einen Platz finden.
Wasserqualität und Baden
Das Wasser bei Sveti Stefan ist bemerkenswert kalt und tief – die dramatische Unterwassertopografie, die jene lebhaften Farbkontraste erzeugt, sorgt auch dafür, dass man schnell in beachtliche Tiefen gelangt. Für geübte Schwimmer ist es ein Hochgenuss; für Familien mit kleinen Kindern ist Aufsicht erforderlich. Das sanfte Gefälle und die moderate Tiefe von Bečići machen es nachsichtiger.
Das Gesamterlebnis
Bečići bietet einen verlässlichen, komfortablen Strandtag mit Rundum-Service. Alles ist vorhanden: Essen, Wassersport, Liegestühle, ein langer sicherer Badebereich. Es wird Sie nicht überraschen, aber es wird Sie auch nicht enttäuschen.
Sveti Stefan bietet ein kompaktes, intensives, fast inszeniertes Erlebnis – man ist dort ebenso wegen des Ausblicks wie wegen des Schwimmens, man kommt in dem Bewusstsein an, an einem berühmten Ort zu sein, und der Besuch hat eine leicht wallfahrtsartige Qualität, die Bečići bei all seiner Schönheit nicht bieten kann.
Für wen sich welcher Strand eignet
Familien mit Kindern und Besucher, die einen komfortablen Strandurlaub wünschen: Bečići. Reisende, die einen wirklich unvergesslichen Ort suchen, mit den Menschenmassen und dem eingeschränkten Zugang zurechtkommen und sagen möchten, dass sie an einem der schönsten Flecken Montenegros geschwommen sind: Sveti Stefan.

