Was einen Strand hier familienfreundlich macht
Die offene Adria in Montenegro kann Wellen und einen abrupten Tiefenwechsel aufweisen, besonders an felsgepragten oder exponierten Stränden. Die besten Familienstrände bieten entweder natürlichen Schutz (Buchtlage, vorgelagerte Felsen) oder einen natürlich flachen Sandboden, der weit ins Meer reicht. Schatten ist entscheidend: Die Strandtemperaturen in Montenegro übersteigen im Juli regelmäßig 35 °C, und der Kalkstein verstärkt die UV-Strahlung zusätzlich. Die Nähe zu Toiletten, einem Café und fließendem Wasser zum Abspülen ist enorm wichtig, wenn man kleine Kinder dabei hat.
Bečići Beach, Budva-Riviera
Bečići ist der am häufigsten als familienfreundlich empfohlene Strand in der Budva-Region. Etwa zwei Kilometer lang, mit einem sanft abfallenden Kies-Sand-Einstieg, ruhigem Wasser bei den meisten Bedingungen und einer gut etablierten Ansammlung von Strandrestaurants und -bars am nördlichen Ende. Das Wasser bleibt über eine weite Strecke seicht. Hinter dem Strand führt ein Küstenpfad entlang, gesäumt von Eiskiosken und einem Kinderspielplatz. Mehrere Strandbars bieten Kindermenüs an — gegrilltes Hähnchen, Pizza, Pasta — anstatt darauf zu bestehen, dass alle aus einem auf Erwachsenengetränke ausgerichteten Menü bestellen.
Velika Plaža (nördlicher Abschnitt), Ulcinj
Der nördliche Abschnitt der Velika Plaža, vom Zugang nahe dem Hotel Bellevue bis zu den ersten Beachclubs, ist ideal für Familien. Der Sand ist fein, der Einstieg ins Wasser äußerst sanft, und der Wellengang ist selbst beim vorherrschenden sommerlichen Nordwind minimal. Die hiesigen Beachclubs (Copacabana, Horizont) verfügen über Kinderpools und aufblasbare Wasserspielgeräte. Dank der schieren Länge des Strandes findet man hier immer einen ruhigen Platz.
Dobrota, Bucht von Kotor
Die Steinstege und Badepontons entlang der Dobrota-Küste (nördlich der Altstadt von Kotor) fühlen sich eher wie das Baden im Garten eines Freundes an als wie ein verwaltetes Stranderlebnis. Das Wasser der Bucht ist nahezu ausnahmslos ruhig, die Tiefe gleichmäßig und gut beherrschbar, und die gesamte Kulisse — Berge, die sich im stillen Wasser spiegeln, das gelegentliche Tuckern eines vorbeifahrenden Boots — ist von echtem Charme. Restaurants direkt hinter dem Ufer servieren ordentliche Familienmittagessen zum Hinsetzen. Kein Sandstrand, aber für geübte Schwimmer ab 6 Jahren ist er ausgezeichnet.
Rafailovići, Budva-Riviera
Die südliche Hälfte der Bečići-Rafailovići-Bucht ist etwas ruhiger und weniger belebt als Bečići selbst. Die Strandbars hier haben mehr Abstand zueinander, die Atmosphäre ist weniger partybetont, und die Unterkunftsmöglichkeiten im Dorf bestehen überwiegend aus Apartments, die an Familien vermietet werden. Vor allem kleine Kinder kommen mit dem sehr sanft abfallenden Wassereinstieg hier gut zurecht.
Morinj und Risan, Bucht von Kotor
Für Familien, denen Ruhe wichtiger ist als Strandinfrastruktur, bieten die kleinen Kiesstände rund um Morinj und Risan (am innersten Punkt der Bucht) etwas Besonderes: nahezu kein Wellengang, warmes Wasser (die Bucht heizt sich schneller auf als das offene Meer) und kaum touristische Infrastruktur — also keine Massen und kein Eintritt. Packen Sie eine Kühlbox und ein Picknick ein; in beiden Dörfern gibt es Konobas, die frische Gerichte zu sehr vernünftigen Preisen anbieten.
Praktische Hinweise
In Montenegro gibt es auf den meisten Stränden keinen organisierten Rettungsdienst — Eltern sollten stets wachsam sein und die Bedingungen im Blick behalten. Badeschuhe sind empfehlenswert: Felsige Abschnitte und Seeigel finden sich auf vielen Stränden. Sonnencreme ist in touristischen Läden teuer; kaufen Sie sie vor der Anreise. Die meisten Strandbars begrüßen Kinder während der Tagesstunden (üblicherweise bis etwa 18–19 Uhr, wenn einige auf ein erwachseneres Publikum umstellen). Erkundigen Sie sich bei der Buchung, ob Kindermenüs und Hochstühle verfügbar sind.
