An den meisten montenegrinischen Stränden ist die gesamte Strandfläche in konzessionierte, kostenpflichtige Bereiche (mit Liegestuhl- und Sonnenschirmverleih) und freie öffentliche Abschnitte unterteilt, zu denen jeder mit eigenem Handtuch und Ausrüstung kostenlos Zugang hat. Das montenegrinische Recht schreibt vor, dass zumindest ein Teil jedes öffentlichen Strandes frei und zugänglich bleiben muss, auch wenn die praktische Umsetzung stark variiert. An beliebten Stränden in der Gemeinde Budva sind die freien Abschnitte oft schmal, überfüllt und an weniger attraktiven Enden oder weiter von den Strandbars entfernt positioniert. An weniger erschlossenen Strecken wie Buljarica, Duži oder Teilen der Velika Plaža sind die freien Zonen großzügig bemessen. Einheimische wissen genau, welche Abschnitte frei sind, und sammeln sich dort gerne, mit Klappstühlen, Kühlboxen und selbst mitgebrachtem Essen – eine Kultur der Strand-Eigenversorgung, die sich deutlich von den touristischen Gewohnheiten unterscheidet. Das klare gesetzliche Recht auf freien Strandzugang ist in Montenegro ein politisch sensibles Thema: Interessengruppen und Medien decken regelmäßig Fälle auf, in denen Konzessionen den Zugang zu freien Abschnitten illegal blockiert oder verdeckt haben.
Verwandte Begriffe: Strandbar, Promenade (Šetalište), Liegestuhl-Mietpreis, Strandkonzession, Strandzugang