Eine Strandkonzession ist eine gewerbliche Lizenz, die eine montenegrinische Gemeinde an einen privaten Betreiber vergibt, um einen definierten Abschnitt des öffentlichen Strandes zu bewirtschaften – mit Liegestühlen, Sonnenschirmen und Strandmöbeln, dem Betrieb einer Strandbar sowie ergänzenden Dienstleistungen wie Wassersportverleih. Das Konzessionssystem ist der wesentliche Mechanismus, durch den die montenegrinische Strandwirtschaft funktioniert: Der Großteil der Strandfront in den Gemeinden Budva, Herceg Novi, Petrovac und Bar wird über Konzessionen verwaltet. Konzessionsbetreiber zahlen der Gemeinde eine Jahresgebühr, die sich nach der Strandlänge und der Lagequalität richtet. Im Gegenzug sind sie für tägliche Reinigung, die Bereitstellung von Rettungsschwimmern, Rettungsausrüstung und Preistransparenz verantwortlich. Konzessionen laufen in der Regel 5–10 Jahre und werden im öffentlichen Ausschreibungsverfahren vergeben, wenngleich die Praxis variiert. Die Grenze zwischen einem Konzessionsbereich und einem freien öffentlichen Strandabschnitt ist gesetzlich festgelegt und muss vor Ort klar markiert sein – die Durchsetzung dieser Grenzen war jedoch historisch gesehen inkonsistent und ist seit Langem ein lokaler Streitpunkt. Jüngste Bemühungen der montenegrinischen Regierung zielen darauf ab, den Anteil des freien öffentlichen Strandzugangs zu erhöhen, nachdem Beschwerden laut wurden, kommerzielle Betreiber würden das Ufer monopolisieren.
Verwandte Begriffe: Strandbar, Sandstrand, Liegestuhl-Mietpreis, Freier vs. kostenpflichtiger Strandabschnitt, Strandzugang