Die montenegrinische Küste – auf Serbokroatisch Crnogorsko primorje – bezeichnet die 293 Kilometer lange Adriaküste Montenegros, die sich von der kroatischen Grenze nahe der Halbinsel Prevlaka im Norden bis zur albanischen Grenze südlich von Ulcinj erstreckt. Dieser kompakte Küstenstreifen birgt eine außergewöhnliche Vielfalt: die tief eingeschnittene, fjordartige Bucht von Boka im Norden, die erschlossene Budva-Riviera in der Mitte und die wildere, längere Küste mit Stränden rund um Bar und Ulcinj im Süden. Die Küste ist geprägt von dramatischen Karstkalksteinklippen, die in schmale Kiesbuchten abfallen, mit seltenen, aber begehrten Sandabschnitten bei Bečići, Buljarica und der Velika Plaža. Trotz ihrer Kürze beherbergt die montenegrinische Küste mehr als 30 bedeutende Strandsiedlungen und hat seit der Unabhängigkeit im Jahr 2006 eine robuste Tourismusinfrastruktur aufgebaut. Die Touristensaison läuft in etwa von Mai bis Oktober, mit Juli und August als Hochsaison, in der die Unterkunftskapazitäten entlang der Küste nahezu vollständig ausgelastet sind. Die Küste wird von den Flughäfen Tivat und Podgorica angeflogen; Dubrovnik in Kroatien dient als zusätzliches Einreisetor eine Stunde nördlich.
Verwandte Begriffe: Blauer-Flagge-Strand, Velika Plaža (Langer Strand), Bucht von Boka / Bucht von Kotor (Bokokotorski Zaliv), Wassertemperatur (Jahreszeiten), Bura (Bora) Wind