Die Bucht von Boka – auf Serbokroatisch Bokokotorski Zaliv – ist eine tief eingeschnittene, fjordartige Bucht im Südwesten Montenegros, die durch das Absinken des Tals des Flusses Crnojevića und seiner Nebenflüsse bei der letzten Eisschmelze entstanden ist. Sie gilt als südlichster Fjord Europas und ist UNESCO-Welterbe-Kandidat. Die Bucht gliedert sich in vier kleinere Buchten: Herceg Novi (äußere), Risan, Perast und Kotor (innerste). Die Seebedingungen innerhalb der Bucht sind dramatisch ruhiger als auf der offenen Adria – Wind, Wellen und Strömungen werden von den umliegenden Bergen gedämpft, was sie ideal für Kayaking, Stand-up-Paddling, Segeln und entspanntes Schwimmen macht. Die Wassertemperaturen in der Bucht liegen 1–2 °C unter denen der offenen Rivieraküste, da die Berge die Bucht länger täglich beschatten und der Gezeitenaustausch eingeschränkt ist. Die malerischen mittelalterlichen Städte Kotor und Perast, die Inselkirchen Unserer Lieben Frau vom Fels und des Heiligen Georg sowie die charakteristischen Steinvillen der venezianischen Kaufmannsfamilien machen die Bucht neben ihren nautischen Aktivitäten zum wichtigsten kulturellen Touristenziel.
Verwandte Begriffe: Promenade (Šetalište), Wellenbrecher (Lukobran / Mol), Montenegrinische Küste (Crnogorsko Primorje), Bura (Bora) Wind, Maestral (Maestro / Mistral) Wind