Sandstrände – gekennzeichnet durch feinen bis mittelkörnigen Quarz- oder Muschelschalensand – sind an der montenegrinischen Küste bemerkenswert selten, die aufgrund der Karstkalkstein-Geologie der Dinarischen Alpen überwiegend felsig oder kiesig ist. Die bedeutendsten Sandstrände sind die Velika Plaža bei Ulcinj (die längste mit ca. 13 km), die Insel Ada Bojana an der Mündung des Flusses Bojana, Buljarica südlich von Petrovac und Teile von Bečići. Für Schwimmer bietet Sand einen komfortablen Ein- und Ausstieg, ohne das unangenehme Umknicken auf Kieseln, weshalb Sandstrände bei Familien äußerst beliebt sind. Feiner Sand speichert zudem die Wärme über den Tag und bleibt lange nach Sonnenuntergang angenehm warm. Die Kehrseite ist, dass Sand in Handtücher, Taschen und Sonnencreme gerät und Sandstrände einer intensiveren täglichen Pflege bedürfen – Rechen, Müllsammeln – als Kiesufer. Montenegrinische Tourismusanbieter vermarkten Sandstrände oft als Premiumqualitätsmerkmal, und die Liegenpreise an Sandstrandkonzessionen liegen in der Regel etwas höher als an vergleichbaren Kiesstränden.
Verwandte Begriffe: Sonnenliege, Kiesstrand, Blauer-Flagge-Strand, Velika Plaža (Langer Strand), Strandkonzession