Kiesstrände sind der vorherrschende Strandtyp an der montenegrinischen Riviera, insbesondere zwischen Herceg Novi und Petrovac, wo die Küste von weißem und grauem Kalkschotter dominiert wird. Die Größe der Kiesel variiert je nach Standort erheblich: In manchen Buchten auf der Luštica-Halbinsel findet man glatte, gerundete Steine von 2–5 cm Durchmesser, während es bei anderen nahe Budva eher feinen Kies gibt, der grobem Sand ähnelt. Kiesstrände sind von Natur aus selbstreinigend – Wellenbewegung treibt Ablagerungen und Algen ab –, und sie trocknen nach Regen schnell ab. Das Wasser über Kiesstränden ist typischerweise klarer und sauberer als über Sandstränden, weil feines Sediment durch Brandung und Schwimmer nicht aufgewirbelt wird. Die praktische Herausforderung liegt im Zugang: Das Betreten des Meeres über losem Kies ist ohne Badeschuhe (Papuče za plažu) – einem Produkt, das an jedem Touristenkiosk entlang der Küste erhältlich ist – unangenehm. Handtücher und Strandmatten verschieben sich auf dem geneigten Kiesuntergrund. Trotz dieser kleinen Unannehmlichkeiten schätzen viele Stammgäste der Adria die außergewöhnliche Wasserklarheit von Kiesbuchten.
Verwandte Begriffe: Sandstrand, Blauer-Flagge-Strand, Montenegrinische Küste (Crnogorsko Primorje), Freier vs. kostenpflichtiger Strandabschnitt, Strandzugang