Glossar · beach type

Kiesstrand

Kiesstrände sind der vorherrschende Strandtyp an der montenegrinischen Riviera, insbesondere zwischen Herceg Novi und Petrovac, wo die Küste von weißem und grauem Kalkschotter dominiert wird. Die Größe der Kiesel variiert je nach Standort erheblich: In manchen Buchten auf der Luštica-Halbinsel findet man glatte, gerundete Steine von 2–5 cm Durchmesser, während es bei anderen nahe Budva eher feinen Kies gibt, der grobem Sand ähnelt. Kiesstrände sind von Natur aus selbstreinigend – Wellenbewegung treibt Ablagerungen und Algen ab –, und sie trocknen nach Regen schnell ab. Das Wasser über Kiesstränden ist typischerweise klarer und sauberer als über Sandstränden, weil feines Sediment durch Brandung und Schwimmer nicht aufgewirbelt wird. Die praktische Herausforderung liegt im Zugang: Das Betreten des Meeres über losem Kies ist ohne Badeschuhe (Papuče za plažu) – einem Produkt, das an jedem Touristenkiosk entlang der Küste erhältlich ist – unangenehm. Handtücher und Strandmatten verschieben sich auf dem geneigten Kiesuntergrund. Trotz dieser kleinen Unannehmlichkeiten schätzen viele Stammgäste der Adria die außergewöhnliche Wasserklarheit von Kiesbuchten.

Verwandte Begriffe: Sandstrand, Blauer-Flagge-Strand, Montenegrinische Küste (Crnogorsko Primorje), Freier vs. kostenpflichtiger Strandabschnitt, Strandzugang

Häufig gestellte Fragen

Was sollte ich für einen Kiestrand in Montenegro mitbringen oder tragen?

Wasserschuhe sind das nützlichste Einzelstück für Kiesstände – sie schützen die Füße beim Einsteigen und Aussteigen ins Meer sowie beim Laufen über heiße Steine. Man kann sie günstig auf Märkten und in Geschäften nahe fast jedem Strand in Montenegro kaufen. Eine Schaumstoff- oder aufblasbare Matte hilft ebenfalls beim Liegen am Ufer.

Abgesehen von diesen Grundlagen gilt die übliche Strandausrüstung: Sonnencreme, ein Hut und reichlich Wasser. Da Kiesstände tendenziell klares, ruhiges Wasser haben, eignen sie sich hervorragend zum Schnorcheln, daher lohnt es sich, Maske und Flossen mitzunehmen, wenn man die Unterwasserwelt erkunden möchte.

Ist das Wasser an Kiesstränden sauberer als an Sandstränden in Montenegro?

Im Allgemeinen ja. Kies- und Felsunterböden werden von Wellen nicht in der gleichen Weise aufgewirbelt wie Sand, daher ist das Wasser an Kiesstränden typischerweise sehr klar und bis auf mehrere Meter Tiefe sichtbar. Das ist ein Hauptgrund, warum Montenegros Adriaküste einen guten Ruf für Wasserqualität und Schnorcheln hat.

Viele Kiesstände – besonders in der Bucht von Kotor und entlang der Budva-Riviera – besitzen eine Blaue-Flagge-Zertifizierung, die unter anderem regelmäßige unabhängige Wasserqualitätsmessungen erfordert. Wem kristallklares Meer wichtig ist, findet in Kiesbuchten auf Luštica oder der Rezan-Halbinsel ausgezeichnete Möglichkeiten.

Warum hat Montenegro überwiegend Kiesstände statt Sandstrände?

Die montenegrinische Küste wird von der Karstgeologie aus Kalkstein geprägt. Wenn die Berge erodieren, bricht das Gestein in Kiesel und Felsbrocken statt in feinen Sand, und jahrhundertelange Wellenwirkung glättet diese Steine, aber zermahlt sie nicht zu Sandpartikeln. Diese Geologie ist im gesamten östlichen Adriaraum üblich.

Die Ausnahmen – Velika Plaza und Ada Bojana bei Ulcinj – entstehen, weil der Fluss Bojana feines Sediment aus dem Hinterland transportiert und an der Küste ablagert und dabei eine natürliche sandige Deltalandschaft schafft, die sich sehr von den felsigen Adriaklippen weiter nördlich unterscheidet.