Ein Wellenbrecher – lokal als Lukobran (Hafenschutz) oder Mol (Mole/Pier) bekannt – ist ein ins Meer gebautes Bauwerk zum Schutz eines Hafens, Ankerplatzes oder Strandes vor Wellengang und Sturmflut. An der montenegrinischen Küste haben Wellenbrecher eine doppelte Funktion: Sie schützen die Häfen in Kotor, Bar, Herceg Novi und der Marina Budva, schaffen aber unbeabsichtigt auch ruhige Schwimmzonen in ihrem Windschatten. Die dem Wind abgewandte Seite eines Wellenbrechers, geschützt vor dem vorherrschenden Süd- und Nordostwind, weist oft ruhigeres, mitunter wärmeres Wasser auf, das bei Schwimmern beliebt ist, die keinen bewegten Seegang mögen. In vielen montenegrinischen Städten ist der Wellenbrecher oder Betonmol von spontaner Strandkultur vereinnahmt worden – Einheimische legen Handtücher auf die flache Betonfläche und springen vom Rand ins Meer, eine kostenfreie Alternative zu gemieteten Sonnenliegen. Die bekannte Badeplattform Kej in der Stadt Kotor ist ein populäres Schwimmziel dieser Art ohne Sandstrand. Die Sicht beim Schnorcheln neben Wellenbrechern ist aufgrund von Turbulenzen und aufgewirbeltem Sediment im Allgemeinen eingeschränkt.
Verwandte Begriffe: Kiesstrand, Lido, Bucht von Boka / Bucht von Kotor (Bokokotorski Zaliv), Freier vs. kostenpflichtiger Strandabschnitt, Strandzugang