Der Begriff Lido (vom Italienischen für Ufer oder Gestade, geprägt durch das berühmte Lido di Venezia) wird an der montenegrinischen und der weiteren adriatischen Küste für eine bewirtschaftete Badeanlage verwendet – typischerweise ein Pool-Strand-Komplex oder eine betonierte Badeplattform am Meer – mit Umkleidekabinen, Duschen, einer Bar und manchmal einem Restaurant. Lidos sind besonders häufig in städtischen Ufergebieten anzutreffen, wo es keinen natürlichen Sandstrand gibt: Städte wie Herceg Novi, Bar und Kotor unterhalten Lido-Anlagen, die Einwohnern und Besuchern das Schwimmen im Meer von einer organisierten Plattform aus ermöglichen. Ein Lido erhebt in der Regel eine bescheidene Tageseintrittsgebühr für die Nutzung der Infrastruktur. Manche Lidos in Montenegro bieten Sprungbretter, Kinderbecken und saisonale Kursleiter. Sie bewahren eine mediterrane Freizeitästhetik der Nachkriegszeit – geflieste Terrassen, gestreifte Schirme, hölzerne Umkleidekabinen –, die sich spürbar von der modernen Beach-Club-Szene abhebt. Für ältere Einheimische sind Lidos tief im sommerlichen Sozialleben verwurzelt.
Verwandte Begriffe: Kiesstrand, Promenade (Šetalište), Strandkonzession, Freier vs. kostenpflichtiger Strandabschnitt, Strandzugang