Naturisten- oder FKK-Strände sind ausgewiesene Bereiche, in denen das Baden ohne Badeanzug gesetzlich erlaubt und gesellschaftlich erwartet wird. An der montenegrinischen Küste reicht die Tradition des Naturismus bis in die jugoslawische Ära zurück, als die Regierung Naturistentourismus aktiv als Devisenbringer förderte; die Anlage auf Ada Bojana bei Ulcinj entwickelte sich zum bedeutendsten Naturistenziel auf dem westlichen Balkan. Ada Bojana ist bis heute der Mittelpunkt des montenegrinischen Naturismus: Die Insel ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden, verfügt über Fluss- und Meeresstrände, Naturisten-Bungalows, Strandbars und eine entspannte Gemeinschaftsatmosphäre mit Gästen verschiedener Nationalitäten. Außerhalb von Ada Bojana existieren informelle FKK-Bereiche an den weniger beaufsichtigten Enden mancher Strände – eine verbreitete informelle Regelung an der gesamten Adria. Besucher, die ausgewiesene Naturisteneinrichtungen suchen, sollten nach der FKK-Kennzeichnung (von Freikörperkultur) Ausschau halten, die auf manchen Karten und Schildern erscheint. Das montenegrinische Recht verbietet öffentliche Nacktheit auf ausgewiesenen Stränden nicht; auf nicht ausgewiesenen Abschnitten kann es in der Hochsaison jedoch zu einer Polizeiverwarnung kommen.
Verwandte Begriffe: Sandstrand, Velika Plaža (Langer Strand), Montenegrinische Küste (Crnogorsko Primorje), Freier vs. kostenpflichtiger Strandabschnitt, Strandzugang